Arkwright

[773] Arkwright (spr. árk-rait), Sir Richard, Mechaniker, geb. 23. Dez. 1732 zu Preston in Lancashire, gest. 3. Aug. 1792 in Cromford. Ursprünglich Barbier, widmete er sich unter Beihilfe des Uhrmachers Kay in Warrington mechanischen Arbeiten und konstruierte 1768, angeregt durch eine Erfindung von Hargraves, eine Spinnmaschine. Er begab sich mit Kay und Smalley 1768 nach Nottingham, wo er durch die Strumpffabrik von Strutt u. Need Geldmittel erhielt. Seine erste Spinnerei in Nottingham wurde durch Pferde betrieben, eine zweite großartige Faktorei zu Cromford in Derbyshire aber (1771) durch ein Wasserrad. Seine Spinnmaschine war eine Verbindung von Wyatts Walzenpaaren zum Strecken der Krempelbänder mit der viel früher in Deutschland benutzten Flügelspindel des Jürgensschen Flachsspinnrads, und da ihr A. die Einrichtung zum Betrieb durch Wasserkraft gegeben hatte, so nannte er sie Waterspinnmaschine und das damit gesponnene und wegen stärkerer Fadendrehung hauptsächlich für Kette geeignete Garn Watergarn (water twist). A. wurde von den Arbeitern, später auch von den Manufakturisten vielfach angefeindet, und 1781 griffen letztere die Gültigkeit des Arkwrightschen Patents an. In der Tat scheint ein von Kay vor 1768 für Highs oder Hayes aus Bolton angefertigtes Modell die Quelle von Arkwrigths Erfindungen gewesen zu sein. 1786 wurde A. Obersheriff von Derbyshire, und bald darauf ward ihm der Adel verliehen.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 1. Leipzig 1905, S. 773.
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