Blaine

[15] Blaine (spr. blēn), James Gillespie, amerikan. Staatsmann, geb. 31. Jan. 1830 zu West Brownsville in Washington County (Pennsylvanien), gest. 27. Jan. 1893 in New York, wurde 1853 in Maine Mitglied der Legislatur und bald Führer der republikanischen Partei. Seit 1862 Mitglied des Kongresses, tat er sich als Redner hervor, wurde vom 41. Kongreß zum Sprecher erwählt und 1877 in den Senat abgeordnet. Die gemäßigten Republikaner stellten ihn 1876 und 1880 als Kandidaten für die Präsidentschaftswahl auf; aber erst 1884 vereinigte sich die ganze Partei auf seinen Namen. Trotzdem unterlag er dem demokratischen Kandidaten Cleveland. Schon unter Garfield war er 1881 Staatssekretär des Auswärtigen gewesen, hatte aber mit seiner Einmischung in den Streit zwischen Chile und Peru kein Glück gehabt und trat bald zurück. 1889 ernannte ihn Harrison erneut zum Staatssekretär. B. schrieb: »Eulogy on James Abram Garfield« (Boston 1882) und seine eignen Erinnerungen: »Twenty years of Congress« (Norwich 1883–86, 2 Bde.). Seine Biographie schrieben Ramsdell (New York 1884), Crawford (Philad. 1893), Dodge (Norwich 1895).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 3. Leipzig 1905, S. 15.
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