Commedia dell' arte

[242] Commedia dell' arte (ital.), Stegreifkomödie mit festem Scenarium, improvisierter Ausführung und stehenden Charaktermasken (Arlecchino, Pulcinella, Pantalone, Scaramuccia, Colombina etc.), im Gegensatze zur Commedia erudita, die sich in Nachahmung des römischen Lustspiels entwickelt hatte und Charakter- oder Intrigenstück war. Die C hat auf die Entwickelung des französischen Lustspiels im 16. und 17. Jahrh. großen Einfluß geübt, namentlich auf Moliere. Auch für die Geschichte des englischen und deutschen Lustspiels ist sie wichtig gewesen. Vgl. Scherillo, La C. in Italia (Turin 1834); Stoppato, La commedia popolare in Italia (Padua 1837); Cortese, La commedia popolare in Roma etc (Turin 1897); Bartoli, Scenari inediti della C. (Flor. 1880); De Simone Brouwer (in den »Rendiconti della R. Accademia dei Lincei« Serie 5, Bd. 10, Rom 1902).[242]

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 4. Leipzig 1906, S. 242-243.
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