Cotin

[311] Cotin (spr. kottäng), Charles, franz. Dichter und Almosenier des Königs, geb. 1604 in Paris, besaß gediegene Kenntnissein der Theologie und Philologie, ward 1655 Mitglied der Akademie und starb 1682 in Paris, vergessen und verlassen von allen. Die Unsterblichkeit seines Namens verdankt er den Spöttereien Boileaus und Molières. Letzterer brachte C.,[311] der ein eifriger Parteigänger des Hötel Rambouillet war, in den »Femmes savantes« als »Trissotin« auf die Bühne. Seine Werke (ca. 12 Bände) enthalten nichts Bedeutendes.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 4. Leipzig 1906, S. 311-312.
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