Hultsch

[626] Hultsch, Friedrich, Philolog, geb. 22. Juli 1833 in Dresden, studierte 1851–55 in Leipzig, wurde 1857 Adjunkt an der Nikolaischule daselbst, 1858 Lehrer in Zwickau, 1861 an der Kreuzschule in Dresden, 1868 Rektor an dieser und trat 1889 in den Ruhestand. H. hat sich vorzugsweise um die antike Metrologie und die Textkritik der alten Mathematiker verdient gemacht. Hierher gehören: »Griechische und römische Metrologie« (Berl. 1862, 2. Aufl. 1882); die Ausgabe der »Scriptores metrologici graeci et romani« (Leipz. 1864–66, 2 Bde.); die kritischen Bearbeitungen des Heron (Berl. 1864), Pappos (das. 1875–78, 3 Bde.), Autolykos (Leipz. 1885) und der »Scholien zur Sphärik des Theodosius« (das. 1887); »Die Gewichte des Altertums« (das. 1898). Außerdem veröffentlichte er Textausgaben des Werkes »De die natali« von Censorinus (Leipz. 1867) und des Polybios (Berl. 1867–72, 4 Bde.; 2. Aufl. 1888 ff.) sowie »Die erzählenden Zeitformen bei Polybios« (3 Abhandlungen, Leipz. 1891–93).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 9. Leipzig 1907, S. 626.
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