Husum

[672] Husum, Kreisstadt im preuß. Regbez. Schleswig, an der kanalisierten Husumer Au, 4 km von der Nordsee, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Jübek-Tönning und Elmshorn-Hvidding, hat eine evang. Kirche, ein Storm- und ein Woldsen-Denkmal, Gymnasium, Amtsgericht, ein Nebenzollamt I, das alleinige Depot der auf den fiskalischen Austernbänken gefangenen Austern, bedeutende wöchentliche Viehmärkte (mit großen Anlagen zur Unterbringung von 4000 Stück Hornvieh), Viehausfuhr, Eisengießerei, Dampfschiffsverbindung mit den nordfriesischen Inseln, eine Reede, einen kleinen Hafen und (1900) 8268 Einw. – H., 1252 zuerst genannt, nahm 1522 die Reformation an und erhielt 1603 Stadtrechte. Durch Sturmfluten litt es namentlich 1634 und 1717. Vgl. Christiansen, Die Geschichte Husums (Husum 1903); Henningsen, Das Stiftungsbuch der Stadt H. (das. 1904).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 9. Leipzig 1907, S. 672.
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