Islay [1]

[55] Islay (spr. ailĕ), eine der südlichen Hebrideninseln, südwestlich von der Insel Jura, von der sie durch den Islaysund getrennt wird, gehört zur Grafschaft Argyll und umfaßt 606 qkm (11 QM.) mit (1891) 7375 Einw., von denen 1164 nur Gälisch und 5217 daneben auch Englisch sprechen. Die Küsten sind felsig, schwer zugänglich und von tief eindringenden Buchten zerschnitten. Den tiefsten Einschnitt bildet der Loch Andail im S. Das Innere ist ein Hügelland mit Moorstrecken; in den Tälern findet sich Kulturland. Der Ackerbau nimmt neuerdings zu. Die höchsten Punkte sind: Beinn Bhan (470 m) und Scaribh (365 m). Das Mineralreich bietet Eisen, Kupfer. Blei und Schmirgel. Der namhafteste Ort ist das Dorf Bowmore am Loch Andail, mit Whiskybrennerei und (1891) 848 Einw.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 10. Leipzig 1907, S. 55.
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