Kastel

[728] Kastel, 1) (Castellum Mattiacorum) Stadt in der hess. Provinz Rheinhessen, rechts am Rhein und an der preuß.-hess. Staatsbahnlinie Hochheim-Horchheim, Mainz gegenüber und mit diesem durch eine feste Straßenbrücke verbunden (s. Mainz, mit Stadtplan), 87 m ü. M., bildet einen Teil der Festung Mainz, von dem indessen die Umwallung niedergelegt wird, hat eine evangelische und 2 kath. Kirchen, Synagoge, eine große Zementfabrik, 2 bedeutende chemische Fabriken, Schiffbau, Flößerei, Holz- und Kohlenhandel, Weinbau und (1900) mit der Garnison (zur Besatzung von Mainz gehörig: ein Infanteriebataillon Nr. 88, eine Batterie Feldartillerie Nr. 63 und ein Pionierbataillon Nr. 21) 8098 meist kath. Einwohner. Vgl. Becker, Castellum Mattiacorum (Wiesb. 1863). – 2) Flecken im bayr. Regbez. Oberpfalz, s. Kastl.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 10. Leipzig 1907, S. 728.
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