Konitz

[395] Konitz, 1) Kreisstadt im preuß. Regbez. Marienwerder, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Schneidemühl-Güldenboden, Gnesen-K. u. a., hat eine alte Stadtbefestigung, 2 evangelische und 2 kath. Kirchen, eine Synagoge, ein schönes Kreishaus, ein neues Rathaus, Denkmal Kaiser Wilhelms I., Gymnasium, Konvikt, Waisenhaus, Landarmen- und Korrektionsanstalt (900 Insassen), Landgericht, Hauptsteueramt, Reichsbanknebenstelle, 2 Spezialkommissionen, 2 Eisengießereien, eine Dampfmahl- und eine Dampfsägemühle, Dampfziegelei, Molkerei, Elektrizitätswerk und (1900) 10,697 Einw., davon 4974 Katholiken und 364 Juden. Zum Landgerichtsbezirk K. gehören die 9 Amtsgerichte zu: Baldenburg, Flatow, Preußisch-Friedland, Hammerstein, Konitz, Schlochau, Tuchel, Vandsburg und Zempelburg. Vgl. Uppenkamp, Geschichte der Stadt K. (Konitz 1873). – 2) (tschech. Konice) Marktflecken in Mähren, Bezirksh. Littau, an der Linie Proßnitz-Triebitz der Mährischen Westbahn, hat ein Schloß, Bezirksgericht, Bierbrauerei, Roßhaarweberei und (1900) 2093 tschech. Einwohner.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907, S. 395.
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