Koroni

[507] Koroni (Kolonides), Stadt auf der griech. Halbinsel Morea, Nomos Messinia, an der Westseite des Meerbusens von K., mit kleinem, schlechtem Hafen, venezianischer Burg, Quarantäneanstalt, Seehandel und (1896) 2956 Einw. – K. ist das von Dryopern, die aus Argolis vertrieben waren, erbaute Asine oder Rhion der Alten. 1200 von dem genuesischen Seeräuber Leo Vetrano (gest. 1206) erobert, fiel es 1205 in die Hände Wilhelms Champlitte aus der Champagne, des Dynasten der Lateiner von Modon. Durch Gottfried von Villehardouin ward es schon 1206 an die Venezianer abgetreten, die es Ende August 1500 an den Sultan Bajesid II. verloren. Nördlich von K. liegt Kastelia mit den Ruinen des Tempels des Apollon Korynthos, einst berühmter Krankenwallfahrtsort.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907, S. 507.
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