Korzeniowski

[520] Korzeniowski (spr. koschenjófski), Józef, poln. Schriftsteller, geb. 19. März 1797 bei Brody in Galizien, gest. 17. Sept. 1863 in Dresden, erhielt seine Schulbildung zu Brody und Czernowitz, dann in dem Lyzeum zu Krzemieniec in Podolien, wurde Erzieher in Warschau, 1823 Professor der polnischen Literatur an dem erwähnten Lyzeum, 1833 Dozent der klassischen Philologie an der Universität zu Kiew, 1838 [520] Direktor des Gymnasiums in Charkow und zuletzt Direktor der Unterrichtskommission in Warschau. K. begann seine literarische Laufbahn mit dramatischen Dichtungen, von denen »Aniela« (1826), »Mnich« (»Der Mönch«, 1830), »Karpaccy górale« (»Die karpathischen Goralen«), »Żydzi« (»Die Juden«, 1843), »Andrzéj Báthory« (1846) als die bedeutendsten zu nennen sind. Dann ging er auf das leichtere Gebiet des Romans über und errang auch hier namhafte Erfolge mit den Sittenromanen: »Spekulant« (1846; deutsch, Wien 1880), »Kollokacya« (1847; deutsch u. d. T.: »Unsre Szlachta« in Reclams Universal-Bibliothek), »Emeryt« (1851), »Tadeusz Bezimienny« (1853), »Garbaty« (»Der Bucklige«, 1853), »Krewni« (»Die Verwandten«, 1857) u. a. Seine Werke erschienen gesammelt Warschau 1871–73, 12 Bde. Vgl. K. Kantecki, Józef K. (Lemb. 1880).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907, S. 520-521.
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