Mohs

[25] Mohs, Friedrich, Mineralog, geb. 29. Jan. 1773 in Gernrode am Harz, gest. 29. Sept. 1839 in Agordo bei Belluno, studierte seit 1796 in Halle und Freiberg, ging 1802 nach Wien, ward 1811 Professor der Mineralogie in Graz, 1818 in Freiberg und 1826 in Wien. M. gilt als einer der Begründer der naturhistorischen Methode in der Mineralogie und hat sich namentlich auch als Kristallograph große Verdienste erworben. Über die nach ihm benannte Härteskala der Mineralien s. Härte. Er schrieb: »Versuch einer Elementarmethode zur naturhistorischen Bestimmung und Erkenntnis der Fossilien« (Wien 1813, Bd. 1); »Die Charaktere der Klassen, Ordnungen, Geschlechter und Arten, oder Charakteristik des naturhistorischen Mineralsystems« (Dresd. 1820, 2. Aufl. 1821; neu bearbeitet von Zippe, Wien 1858); »Grundriß der Mineralogie« (Dresd. 1822–24, 2 Bde.; engl. mit Zusätzen von Haidinger, Edinb. 1825, 3 Bde.); »Anfangsgründe der Naturgeschichte des Mineralreichs« (Wien 1832; 2. Aufl., fortgesetzt von Zippe, das. 1836 bis 1839, 2 Bde.). Vgl. »Friedrich M. und sein Wirken in wissenschaftlicher Hinsicht« (Wien 1843)

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 14. Leipzig 1908, S. 25.
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