Pecht [2]

[530] Pecht, Friedrich, Maler und Kunstschriftsteller, geb. 2. Okt. 1814 in Konstanz, gest. 24. April 1903 in München, war erst Lithograph, ging dann zum Porträtzeichnen über und bildete sich seit 1839 in Paris bei Delaroche zum Maler aus. Nachdem er die Jahre 1851–54 in Italien zugebracht, ließ er sich in München nieder, wo er außer einer Reihe von Ölbildern aus dem Leben Goethes und Schillers, meist im Auftrag des Großherzogs von Baden, auch Illustrationen zu deutschen Klassikern, unter andern die größere Hälfte der Blätter zur Schiller-Galerie (Leipz. 1859), Goethe-Galerie (das. 1863), Lessing- und Shakespeare-Galerie schuf. In den Texten dazu zeigte er sich zugleich als gewandten Schriftsteller. Nachdem er dann einen Saal des Münchener Maximilianeums mit zwölf Bildern von Feldherren und Staatsmännern und den sogen. Konziliumssaal in Konstanz im Verein mit Fr. Schwörer durch eine Reihe Fresken aus der Geschichte der Stadt geschmückt hatte, widmete er sich ausschließlich der Schriftstellerei. Seine Hauptwerke sind: »Südfrüchte, Skizzenbuch eines Malers« (Leipz. 1854, 2 Bde.); »Deutsche Künstler des 19. Jahrhunderts« (Nördling. 1877–84, 4 Bde.); »Geschichte der Münchener Kunst im 19. Jahrh.« (Münch. 1888); »Aus meiner Zeit, Lebenserinnerungen« (das. 1894, 2 Bde.). Seit 1885 leitete er die Zeitschrift »Die Kunst für Alle«.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 15. Leipzig 1908, S. 530.
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