Piëzomēter

[871] Piëzomēter (griech.), »Druckmesser«, Örstedscher Kompressionsapparat, Sympiëzometer, Apparat zur Prüfung der Zusammendrückbarkeit der Flüssigkeiten. Ein birnförmiges Gefäß a (s. nebenstehende Abbildung), das in eine seine Thermometerröhre ausläuft, wird mit der zu untersuchenden Flüssigkeit gefüllt.

Piezometer.
Piezometer.

Man stellt das Gefäß mit der Röhre nach unten in Quecksilber und läßt durch Erwärmen und Abkühlen etwas Quecksilber in die Röhre treten. Nun hat man in dem Gefäß ein bestimmtes Volumen Flüssigkeit, dessen Verhalten an der Skala des Thermometers abgelesen wird. Vorher war genau festgestellt worden, wie sich der Rauminhalt eines zwischen zwei Teilstrichen der Skala befindlichen Röhrenstückes zum Rauminhalt des ganzen Gefäßes verhält. Das Gefäß stellt man nun nebst einem ebenfalls in das Quecksilber b eintauchenden Luftmanometer in einen starken Glaszylinder cc, füllt diesen mit Wasser, das gleiche Temperatur mit der im kleinen Gefäß enthaltenen Flüssigkeit haben muß, und komprimiert es mittels einer auf dem fest schließenden Deckel befindlichen Druckpumpe d. Hierbei steigt das Quecksilber in der enger graduierten Röhre und gibt so die Volumverminderung der eingeschlossenen Flüssigkeit an. Am Manometer liest man den Druck ab.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 15. Leipzig 1908, S. 871.
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