Rheine

[865] Rheine (R. links der Ems), Hauptstadt der Standesherrschaft Rheina-Wolbeck (s. d.), im preuß. Regbez. Münster, Kreis Steinfurt, an der Ems, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Münster-Emden, Dorsten-Quakenbrück u. a., hat eine evangelische und 2 kath. Kirchen, 2 kath. Kapellen, eine Synagoge, ein Standbild Kaiser Wilhelms I., einen Hafen, Gymnasium (seit 1675), Waisenhaus, Amtsgericht, bedeutende Baumwollspinnerei und -Weberei, eine Juteweberei, 2 Maschinenfabriken, eine Motorfabrik, eine Tabakfabrik, Kalkbrennerei, Großhandel in Kolonialwaren, Schiffahrt und (1905) 12,801 Einw., davon 2387 Evangelische und 112 Juden. R. erhielt 1327 Stadtrecht. Zur Gemeinde R. rechts der Ems, die 5090 Einw. zählt, gehört die Bauerschaft Eschen dorf, mit Baumwollspinnerei und -Weberei und 2046 Einw. Zur Landgemeinde R. rechts der Ems gehören das Schloß Bentlage, die Residenz des Fürsten von Rheina-Wolbeck, sowie Saline und Solbad Gottesgabe.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 16. Leipzig 1908, S. 865.
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