Rosette [1]

[154] Rosette (franz., »Röschen«), eine Verzierung in Gestalt einer aufgeblühten Rose, namentlich in der Architektur in Füllungen oder in den Ecken einer Decke etc. angebracht. In der Juwelierkunst heißt R. (Rosenstein, Rose, Rautenstein, Raute) ein geschliffener Edelstein, über dessen glatter Grundfläche sich zwei Reihen dreieckiger Facetten erheben, von denen die der obern Reihe (Sternfacetten, gewöhnlich sechs) mit ihren Spitzen zusammenstoßen. Gekrönte Rosetten haben 6 Stern- und 18 Querfacetten (Facetten der untern Reihe), die bei der Brabanter Rose flacher liegen. Die Rose recoupée hat 12 Stern- und 24 Querfacetten. Briolets (Pendeloques) sind zwei mit der Grundfläche aneinander gefügte Rosetten. Stückrosetten sind kleine Rosetten (100–160 auf 1 Karat).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 17. Leipzig 1909, S. 154.
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