Schalstein

[688] Schalstein (Diabastuff), ein gut geschichtetes, oft Petrefakten führendes diabasisches Trümmergestein, das, gewöhnlich mit Diabas, Kalkstein. Roteisenstein und Phosphorit vergesellschaftet, mächtige Schichtensysteme besonders im Devon Thüringens, Nassaus und des Harzes und im Silur Böhmens bildet. Der gewöhnlich grünliche, gelbliche oder rötlichviolette, auch bunt gefleckte S. enthält meist sehr viel Kalkspat (über 30 Proz.), bald in Nestern und Trümern, deren Auswitterung löcherige Gesteine erzeugt, bald in Adern, die das Gestein netzförmig durchschwärmen und eine breccienartige Struktur hervorrufen, bald in Mandeln (Blatterstein). Der Kalkspat bildet sich bei Zersetzung des Feldspats und Augits der Diabastrümmer; dabei entsteht zugleich aus dem Augit und Magneteisen Roteisenerz und aus dem Apatit des Diabases Phosphorit, der ab und zu in reinern Massen erscheint.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 17. Leipzig 1909, S. 688.
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