Sebu [2]

[236] Sebu (Cebu, Sebus der Phöniker, Subur im Altertum), größter Fluß Marokkos, vom Dschebel Beni Azrar am Nordwestabhang des Atlas, hieß anfangs Gigu, dann Bu el Mam, fließt 5 km östlich an Fes vorüber, nimmt hier den Mekaß auf und mündet, 334 km lang, bei Mahedia in den Atlantischen Ozean. An der Mündung durch eine Barre verstopft, ist er oberhalb auf 50 km schiffbar. Seine merkwürdige Ablenkung nach SW., unmittelbar vor den Strandseen, ist nach Graf Pfeil durch leise Hebung der Küste und Dünenbildung bedingt. Das sehr fruchtbare Tal bildet mit dem des östlich fließenden Muluja die Hauptverkehrsstraße zwischen Ozean und Mittelmeer.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 18. Leipzig 1909, S. 236.
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