Staurolith

[877] Staurolith, Mineral, ein Eisentonerdesilikat H2Fe2Al10Si4O26, kommt stets in kurzsäuligen rhombischen Kristallen vor, die sich häufig als Durchkreuzungszwillinge (s. Abbildung) darstellen.

Zwillingsverwachsungen von Staurolith.
Zwillingsverwachsungen von Staurolith.

Die Zwillinge mit rechtwinklig sich durchschneidenden Vertikalachsen (Fig. 2) hat man Kreuzstein genannt und gelegentlich zu Amuletten (Baseler Taufstein) benutzt. S. ist rötlich- bis schwärzlichbraun, durchscheinend bis undurchsichtig, glasglänzend, Härte 7 bis 7,5, spez. Gew. 3,7. Er findet sich, immer reich an mikroskopischen Einschlüssen von Quarz, Granat, Glimmer etc., eingewachsen in Gneis und Glimmerschiefer (namentlich in Paragonitschiefer) im Tessin, hier häufig mit Disthen gesetzmäßig verwachsen, in Tirol, Mähren, Steiermark, in der Bretagne, bei Santiago de Compostela, in Georgia und an vielen andern Orten.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 18. Leipzig 1909, S. 877.
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