Anĭmus

[513] Anĭmus (lat.), 1) Seele, Gemüth; 2) Wille, Neigung; 3) Absicht, Vorsatz; daher 4) die rechtswidrige Absicht, bei gewissen Verbrechen u. Vergehen, als charakteristisches Merkmal, vorausgesetzt; so: A. furandi, Absicht zu stehlen (s. u. Diebstahl); A. injuriandi, Absicht zu beleidigen (s. u. Injurie); A. nocendi, Absicht zu schaden; A. possidendi, das Bewußtsein der physischen Herrschaft beim Besitz etc.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 1. Altenburg 1857, S. 513.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika