Bussahir

[503] Bussahir, eine Stadt im Himalaya im nördlichen Ostindien, zwischen dem britischen District Spiti, der chinesischen Tartarei, Gurwal u. anderen kleineren Gebirgsstaaten, etwa 141 QM. groß, eine der gebirgigsten u. höchstgelegenen Gegenden der Erde, an der tiefsten Stelle 3087 Fuß, meist aber 7000–12,000 Fuß über dem Meere; durch den Sutledsch von Ost nach West in zwei Theile getheilt, von denen der nördliche Koonawur, der südliche B. heißt. Große Schätze an Kupfer u. vorzüglichem Eisen, letzteres in der Pirgunnah von Nawa u. am vorzüglichsten beim Dorfe Sheet gewonnen. Das Klima (besonders angenehm im Thal Pabur) variirt vom intertropischen Charakter (im Sutledschthale bei Rampur) bis zu ewigen, Eise; ebenso die Producte des Thier- u. Pflanzenreichs. Man baut u.a. eine geringere Theeforte, die besonders nach Lodakh ausgeführt wird, u. namentlich in Koonawur viel Wein. Die 15,000 Bewohner sind im Süden Hindus, im Norden tibetische Race; der Radscha u. die böhern Klassen gehören den Radschputen an. Die Religion ist im Süden[503] ein verdorbener Brahmanismus, im Norden der Buddhaismus. Der Radscha steht seit 6. Nov. 1815 unter britischem Schutze u. zahlt einen Tribut von 1500 Pfd. St. Seine Einkünfte: 150,000 Pfd. St. jährlich.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 3. Altenburg 1857, S. 503-504.
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