Collidin

[262] Collidin (Chem.), mit dem Xylidin C16H11Nisomer; eine 1854 von Anderson entdeckte organische Basis, die sich im Knochenöl u. in den Producten der trockenen Destillation des bituminösen Schiefers findet; farbloses, durchsichtiges Öl, in Wasser fast unlöslich; spec. Gewicht = 0,921; es siedet bei 179–180°; sein Geschmack ist aromatisch u. nicht unangenehm; es ist leicht löslich in Alkohol, Äther, fetten u. flüchtigen Olen, eben so in Säuren; es raucht, wenn man ihm einen in Salzsäure getauchten Glasstab nähert; es fällt Thonerde, Chrom-, Eisen- u. Zinkoxyd aus ihren Lösungen, nicht aber Kalk, Baryt, Magnesia, Mangan- u. Nickeloxydul; mit Quecksilberchlorid bildet es ein Doppelsalz. Die Collidinsalze sind nicht sehr leicht löslich u. zerfließlich; sie bilden nach dem Abdampfen gummiartige Massen, von denen einige beim Stehen Spuren von Krystallisation wahrnehmen lassen; sie lösen sich in Alkohol, aber nicht in Äther.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 4. Altenburg 1858, S. 262.
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