Gade

[833] Gade, Niels Wilh., geb. 22. Oct. 1817 in Kopenhagen, war erst Violinist in der königlichen Kapelle daselbst, gewann 1841 für seine erste größere Composition, Nachklänge von Ossian, den vom Kopenhagener Musikverein ausgesetzten Preis; vom Könige unterstützt begab er sich zu seiner weiteren Ausbildung 1843 nach Leipzig, wohin er nach einer 1844 unternommenen italienischen Reise zurückkehrte, um an Mendelssohn's Stelle während dessen Abwesenheit die Direction der Gewandhausconcerte zu übernehmen. Seit 1846 ließ er sich in Kopenhagen nieder u. wurde dort Organist u. Musikdirector u. 1850 Hofcapellmeister. Von ihm sind außer den Nachklängen von Ossian 5 Sinfonien, ein Quintett u. ein Octett, mehrere Stücke für Gesang mit Orchester, so Erlkönigs Tochter u. Frühlingsphantasie u. viele kleinere Compositionen, im Ganzen gegen 40 Werke, erschienen.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 6. Altenburg 1858, S. 833.
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