Guillochen

[764] Guillochen (v. fr. Guillochis, spr. Gilioschih), leichte, auf eine Fläche gezeichnete u. häufig in eine Metallplatte gegrabene, runde od. geschlängelte, im Allgemeinen parallele Verzierungen, wie z.B. nachstehende:

Guillochen

Sie werden jetzt mittelst einer Guillochirmaschine einer aus vielen Rädern, wie ein Uhrwerk zusammengesetzten Maschine, welche sich nach Belieben stellen läßt u. so die verschiedensten Figuren mittelst einer Art Grabstichel, der sich an einem Ende derselben befindet u. die geschlängelten Figuren eingräbt, gefertigt. Sie können mittelst der Buchdruckerpresse, wo sie als weiße Linien, das Metal laber schwarz od. farbig erscheinen, od. mit der Steindruck- od. Kupferdruckpresse angefertigt werden, wo die Linien schwarz od. farbig, die Fläche dagegen weiß erscheinen. Man wendet G. außer zu Verzierung von Bücherumschlägen, auch zu Congrevedruck u. Staatspapieren an, auf letzteren um das Verfälschen derselben zu verhindern. Mit solchen Linien verzieren od. dgl. anfertigen: Guillochiren.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 7. Altenburg 1859, S. 764.
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