Helgi

[211] Helgi (Helge, 1) (nord. Sagengesch.), H. Haddingiaskati, Hiorvards Sohn, von der Walkyrie Svava beschützt u. mit einem Zauberschwert beschenkt, rächte er seine Verwandten an Hrodmar in dem großen Kampfe auf Sigursvöllr, u. tödtete den Riesen Hati, fiel aber gegen Alf, den Sohn Hrodmars. Wiedergeboren vom König Sigmund u. Borghild von Bratunder, hieß er H. Hundigabani (der Hundingstödter); er stand, einen Tag alt, schon im Pauzer, ging als Kundschafter verkleidet an den Hof des feindlichen Hunding, entzog sich den Nachforschungen desselben als Mahlmagd verkleidet u. erschlug denselben in der Schlacht am Arnstein. Sigrun, die wiedergeborene Svava, bat ihn, sie von Hodbrodd, dem sie verlobt war, zu befreien. H. schlug nun die Schlacht am Frekastein, wo Hodbrodd u. die meisten Verwandten Sigruns fielen, u. vermählte sich selbst mit Sigrun. Er fiel durch Dagr 2) Sohn Halfdans II., rächte, mit seinem Bruder Hroar, 550 seines Vaters Tod an dessen Bruder Frode V., wurde König von Lethra u. erhielt später durch Kauf auch Roeskilde u. von seinem Neffen Northumberland, s. Dänemark (Gesch. I. B). Er erzeugte mit der sächsischen Königin Thora die Yrsa (Ursa), u. verließ die Mutter, welche ihr Kind von einem Bauer erziehen ließ. 13 Jahr später landete er an derselben Küste, fand seine Tochter die Heerden hütend u. ohne sie zu erkennen, erhob er sie wegen ihrer Schönheit zu seiner Gemahlin u. zeugte mit ihr einen Sohn Hrolf. Jetzt entdeckte Thora die Verwandtschaft, weshalb sich H. von Yrsa trennen mußte; sie heirathete nun[211] den König Adil von Schweden. H. kam 584 an Adils Hof, um sie zu entführen, allein Adil ließ H. ermorden.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 8. Altenburg 1859, S. 211-212.
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