Nuß [1]

[162] Nuß, 1) (Nux), Baumfrucht, meist rundlicher Form, in harter, holziger Schale eingeschlossen, so Wall-, Hasel-, Cocos-, Erd-, Muskaten-, Wassernuß u.v.a.; 2) (Anat.), so v.w. Enarthrose; 3) ein härterer, runder, kleiner Körper in einer weicheren Erdart; 4) ein mit dem Hahne fest verbundener Theil des Gewehrschlosses, s.u. Schloß; daher Nußeisen, Werkzeug, womit die Nuß eines Gewehrschlosses, u. ein anderes, womit die Zapfen der N. geschnitten werden; 5) das versenkte Gewinde der Nußbänder, s.u. Band 2); 6) (Schlosser), ein mit zwei Lappen versehener Theil der Fallenschlösser, zur Bewegung des Fallenriegels dienend, 7) überhaupt was in Maschinen, Uhren etc. einer N. ähnelt, so z.B. an Meßtischen eine mit dem Tischblatt fest verbundene Kugel von Metall od. Holz, welche in der am Stativ befindlichen Nußpfanne so beweglich ist, daß das Tischblatt durch die Stellschrauben orientirt u. horizontal eingestellt werden kann; 8) (Jagdw.), so v.w. Schnalle; 9) die Vertiefung des Schaftes an der Armbrust, s.d.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 12. Altenburg 1861, S. 162.
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