Seïr

[799] Seïr, 1) (a. Geogr.), gebirgiger Landstrich im Süden des Ostjordanischen Palästina bis an den Allanitischen Meerbusen, erhebt sich bis 3–4000 Fuß mit der Spitze Hor; der nordöstliche Theil hatte fruchtbare Thäler, welche von zahlreichen Wadys bewässert wurden; die Bewohner Seiriten od. Horiten wurden später von den Edomitern unterworfen, welche nun als Seiriten erscheinen; nach dem Exil bemächtigten sich die Nabatäer des größten Theils dieses Landstrichs, jetzt Gebirg in der arabischen Landschaft Hedschas, erstreckt sich nördlich von Akaba bis nach Palästina in die Gegend von Hebron u. wird von den Beduinenstämmen der Amran, Amarin, Haweitat u.a. durchzogen; 2) so v.w. Nil.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 15. Altenburg 1862, S. 799.
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