Sergel

[886] Sergel (Sergell), Johann Tobias von S., geb. 1740 in Stockholm; Bildhauer u. Schüler L'Archevecques, reiste 1767 nach Italien, studirte um 1770 in Rom, wo er seinen Ruf gründete, wurde 1779 zurückberufen u. Hofbildhauer u. Professor an der Akademie der bildenden Künste in Stockholm, begleitete 1784 den König nach Italien, wurde 1808 bei Enthüllung der von ihm gearbeiteten Statue Gustavs III. geadelt u. st. als Hofintendant 26. Febr. 1814. In seinen Werken herrscht Tiefe u. Kraft der Ideen u. vollendete Lieblichkeit der Formen. Unter S-s Statuen sind die Karls XIII. u. eine Juno, Amor u. Psyche, Diomedes, welcher das Palladium raubt, Othryades der Spartaner, ein Faun, Mars u. Venus, Venus Kallipygos die besten; unter seinen Gruppen: des Cartesius Monument in der Adolf-Friedrichskirche, die Auferstehung Christi, Basrelif in der St. Clarenskirche, zwei Engel im Dome zu Karlstad, das Monument von Ehrenswärd in Sweaborg; unter seinen Büsten: Höpken, da Geer, Northan etc. Vorzüglich sind auch seine Medaillons, das mit dem Bilde Karl XIV. Johanns, damaligen Kronprinzen, war seine letzte Arbeit.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 15. Altenburg 1862, S. 886.
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