Spiralfeder

[569] Spiralfeder, 1) metallene Feder, welche nach einer ebenen. od. räumlichen Spirallinie zusammengewunden ist; 2) die seine so gewundene Feder von Stahl, welche einen Haupttheil der Unruhe in Uhren ausmacht. Sie ist mit ihrem innern Ende an die Spindel der Unruhe u. mit ihrem äußern Ende auf der Klobenplatte befestigt. In die Klobenplatte ist ein kleiner messingener Würfel mit einem Zapfen in die Platte eingelassen; durch denselben ist ein Loch gebohrt u. in diesem die S. befestigt; am Putzen der Spindel ist die S. mit einem Messingstifte eingekeilt u. zwar in einem Loche des auf den Putzen aufgesetzten messingenen Ringes (Spiralröllchen). Werden die Lappen der Spindel von dem Steigrade aus hin u. her bewegt, so wird die S. ausgedehnt u. zusammengedrückt u. macht in Folge ihrer Federkraft regelmäßige Schwingungen, welche den Gang der Uhr reguliren, wie die Pendelschwingungen einer Pendeluhr. Um die Schnelligkeit dieser Schwingungen reguliren zu können, dient der Spiralhalter (Spiralklammer, Rückklöbchen, s. Stellung). Die S. soll Huyghens um 1674 erfunden haben, doch schreiben auch Hook u. Hautefeuilke sich diese Erfindung zu.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 16. Altenburg 1863, S. 569.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika