Zwittermünzen

[779] Zwittermünzen, Münzen, welche mit zwei nicht zusammengehörigen Stempeln, entweder durch Zufall u. ohne Absicht, od. aus Mangel der passenden Stempel geprägt sind u. daher oft Widersprechendes zeigen; so hat man preußische Thaler von 1841 noch mit dem Bild Friedrich Wilhelms III. im Avers; zuweilen sind auch in occupirten Ländern ähnliche Münzen geprägt, wie im Siebenjährigen Kriege von den Russen Szostacks zu 6 polnischen Groschen, 1/6 u. 1/2 Thlr., auf dem Avers mit dem Bild der Kaiserin Elisabeth, auf dem Revers mit dem preußischen Adler; sehr oft sind sie aber auch nachgemacht.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 19. Altenburg 1865, S. 779.
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