Mischen

1. Es mischt sich oft ein Mäusdreck untern Pfeffer.Mayer, I, 196.

Holl.: Hij slaat overal zijn' kloet in. – Hij valt daar plomp met zijn kloet in. (Harrebomée, I, 415b.)


2. Hastus wol gemischt, so karts wol.Franck, I, 74b; Lehmann, II, 261, 8; Sailer, 270; Körte, 4252; Simrock, 5441; Braun, I, 2722.


3. Man muss eins anns ander mischen vnnd böse wahr mit guter verkauffen.Franck, II, 57a.


4. Wer sich in alles will mischen, muss oft die Augen wischen.Parömiakon, 2202.


5. Wer sich in nichts mischt, hat überall Friede.

»Eine Offiziersfrau beklagte sich gegen Friedrich den Grossen, dass ihr Mann sie mishandele. ›Das geht mich nichts an!‹ erwiderte er. ›Aber‹, fuhr sie fort, ›er schimpft auch auf Ew. Majestät.‹ ›Das geht Sie nichts an‹, war die Antwort

Frz.: Qui ne se mêle de rien, a paix de tout. (Cahier, 1068.)

6. Wer sich in wenig mischt, hat auch wenig zu verantworten.

Frz. Schweiz: Dé pou sché mehlie, de pou la a fére. (Schweiz, II, 120, 6.)


7. Wer sich mischt unter die Kleie (Träber), den fressen die Säue.Lohrengel, I, 855.


*8. A mischt sich in ollen Qwork.Gomolcke, 174.


*9. Er mischt in alles sich gar keck, wie in den Pfeffer der Mäusedreck.Blum, 55; Eiselein, 457.


*10. He mischt sick in all's as Mûskötel unner'n Pêper.


*11. Was er mischt, wird nicht sehr untereinander kommen.

Er kann weder viel nützen, noch viel schaden.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3. Leipzig 1873, Sp. 665-666.
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