Muni

Der Muni ist guet ablo, aber bös anbinde.Sutermeister, 137.

Muni bezeichnet zunächst üble Laune, eigensinniges Wesen, sofern es sich durch mürrisches Betragen und [779] Schweigen äussert. So sagt man von einem Kinde, das in seinem Unwillen lange anhält und das wenig oder gar nichts redet, »es hat den Muni« oder »es ist im Muni«. Dann wird das Wort auch als Eigenname verschiedener männlicher Thiere gebraucht, ab eines Bullen, Katers, eines männlichen Kaninchens.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3. Leipzig 1873, Sp. 779-780.
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