Scherer

1. Bei den Scherern vnd im bad erfert man alzeit was news. – Franck, II, 15a; Lehmann, II, 26, 13; Suringar, CLI, 3.


2. Die Scherer hant in Alabaster für alle Wunden nur ein Pflaster. – Eiselein, 511.


3. Ein Scherer schiert den andern. – Petri, II, 224; Lehmann, 329, 59.


4. Es ging ihm wie den Scherer, der der Magd wollte nach dem Auge greifen, und griff, dass ihm die Franzosen bestunden. – Fischart, Gesch.


5. Was die Scherer unter den Aerzten, das sind die Kapuziner unter den Priestern. – Klosterspiegel, 38, 13.


*6. Das ist eben, als wenn einer zum Scherer sagte: treib' dein Handwerk, aber geh' der Leute müssig. – Sailer, 332.

So sagte Geiler von Kaisersberg, als ihm der Rath von Strasburg sagen liess, er solle vorbringen, was sich gebührt und die Rathsherren in Frieden lassen.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 4. Leipzig 1876, Sp. 148.
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