Friedrich I. [6]

[623] Friedrich I., erster König von Preußen (1701-13), seit 1688 als Friedrich III. Kurfürst von Brandenburg und Herzog von Preußen, geb. 11 Juli 1657, Sohn des Großer Kurfürsten, unterstützte Wilhelm von Oranien gegen England, 1689 und 1690 die Reichsarmee gegen Frankreich, 1691 den Kaiser in Ungarn, erlangte für seine im Span. Erbfolgekriege zu leistende Hilfe durch den sog. Krontraktat (16. Nov. 1700) die Anerkennung des Königstitels, setzte sich 18. Jan. 1701 zu Königsberg die Krone auf, erwarb neue Gebiete, teils durch Erbschaft (Neuchâtel, Valengin), teils durch Kauf (Tecklenburg, Nordhausen u.a.), gest. 25. Febr. 1713. Prunkliebend und verschwenderisch, beförderte Wissenschaft und Kunst, gründete die Universität Halle (1694), die Akademie der Wissenschaften zu Berlin (1700), erbaute Charlottenburg. – Vgl. Ledebur (1878-84), Paulig (1887), Heyck (1901).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 623.
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