Gebärmutterkrankheiten

[650] Gebärmutterkrankheiten, zum Teil angeborene (wie Verkümmerung und Verdoppelung), meist aber erworbene Krankheiten der Gebärmutter: hauptsächlich ihre Entzündung und Lageveränderungen, die in verschiedener Neigung oder Version oder in verschiedener Knickung oder Flexion oder in Vorfall bestehen. Gebärmutterblutungen oder Metrorrhagien können zu Verblutung und zu Blutarmut führen. Bei angeborenem Verschluß des Gebärmuttermundes sammelt sich das Menstrualblut und verursacht wehenartige, heftige Schmerzen (Gebärmutterkolik). Von Neubildungen in der Gebärmutter sind am häufigsten die Schleimpolypen und die Fasergeschwülste oder Fibrome, sowie Krebs. – Vgl. Schröder (11. Aufl. 1893).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 650.
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