Vorwort

[76] Ach, ja, ja! – so seufz' ich immer –;

Denn die Zeit wird schlimm und schlimmer.

Oder kann in unsern Tagen

Einer wagen, nein! zu sagen,

Der mit kindlichem Gemüt

Morgens in die Zeitung sieht?


Vorwort

Hier Romane, dort Gedichte,

Malzextrakt und Kursberichte,

Näh- und Mäh- und Waschmaschinen,

Klauenseuche und Trichinen – –

Dieses druckt man groß und breit –

Aber wo ist Frömmigkeit??? –

Hält denn nicht, o Sünd und Schand,

Weltlicher Arm die geistliche Hand,

Daß man also frech und frei

Greife den Beutel der Klerisei?!
[76]

Vorwort

Wehe! Selbst im guten Öster-

Reiche tadelt man die Klöster – –

Und so weiter und so weiter – – –

Doch das Ende ist nicht heiter!!!


Vorwort

Ja, es ist abscheulich, greulich!!

Aber siehe! wie erfreulich

Ist's dagegen, wenn wir lesen,

Wie man sonsten fromm gewesen;

Wie z.B. Sankt Anton,

Unsrer Kirche großer Sohn,

Litt und stritt und triumphierte –

Kurz! – ein christlich Leben führte –

Dieses laßt uns mit Bemühn

Heute in Erwägung ziehn.
[77]

Quelle:
Wilhelm Busch: Werke. Historisch-kritische Gesamtausgabe, Bde. I-IV, Band 2, Hamburg 1959, S. 76-78.
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Der heilige Antonius von Padua.
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