Kehr' ein bei mir

[343] Du bist die Ruh',

Der Friede mild,

Die Sehnsucht du

Und was sie stillt.


Ich weihe dir

Voll Lust und Schmerz

Zur Wohnung hier

Mein Aug' und Herz.


Kehr' ein bei mir,

Und schließe du[343]

Still hinter dir

Die Pforten zu.


Treib andern Schmerz

Aus dieser Brust!

Voll sei dies Herz

Von deiner Lust.


Dies Augenzelt

Von deinem Glanz

Allein erhellt,

O füll' es ganz.

Quelle:
Friedrich Rückert: Werke, Band 1, Leipzig und Wien [1897], S. 343-344.
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