Mahón

[113] Mahón (Port M., spr. maōn), Hauptstadt der span. Insel Menorca, an der Bai (Ria) von M., die an der Ostküste der Insel tief in das Land einschneidet, hat eine gotische Hauptkirche, hübsche Anlagen, Fabrikation von Schuhwaren, Baumwollspinnerei und -Weberei (in dem östlich gelegenen Vorort Villacarlos, mit 2497 Einw.), Küstenhandel (Ausfuhr von Schuhwaren, Leinwand, Maschinen, Käse), einen geräumigen[113] und sichern Hafen, der als Kriegshafen durch mehrere Forts und Batterien geschützt ist (1903 sind in demselben 243 Schiffe von 95,198 Ton. eingelaufen und 236 von 92,588 T. ausgelaufen), ein Seearsenal, Militär- und Marinespital, ist Sitz eines deutschen Konsuls und hat (1900) 17,144 Einw. – M., das alte Mago, soll von dem Karthager Mago gegründet worden sein. Nachdem sich die Engländer der Insel bemächtigt hatten (1708), wurde M. zu einer Festung erhoben und 1718 für einen Freihafen erklärt. 1756 eroberten es die Franzosen, mußten es aber im Pariser Frieden 1762 an die Engländer zurückgeben; seit der Eroberung durch CrillonHerzog von M.«; s. Crillon 2) 1782 und dem Frieden von Versailles 1783 ist M. wieder im Besitz Spaniens. Vgl. Guillon, Port M. La France à Minorque sous Louis XV (Par. 1894); de Cisternes, La campagne de Minorque (das. 1899).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 13. Leipzig 1908, S. 113-114.
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