Wolff, Julius

Wolff, Julius
Wolff, Julius

[1871] Wolff, Julius, in Berlin, geb. zu Märkisch-Friedland in Westpreussen 21. März 1836, studierte und promovierte 1860 in Berlin, habilitierte sich 1868 für Chir. daselbst, wurde 1884 Prof. e. o., 1890 Direktor der neueingerichteten Univ.-Poliklinik für orthopädische Chir., 1899 Geheimer Med.-Rat und ist seit 1886 Vorstandsmitglied der Freien Vereinigung der Chirurgen Berlins. W. nahm an den Feldzügen von 1864, 66 und 70/71 teil. Schriften: »Das Gesetz der Transformation der Knochen« (hrsg. mit Beihilfe der kgl. Akademie der Wissensch. Berlin 1892) – »Osteoplastik, insbesondere osteoplastische Operationen mittels Verschiebung von Knochenstücken und temporäre Resection des Schädeldachs, Knochenwachsthum, insbesondere« etc. – »Innere Architectur der Knochen« – »Theorie des Knochenschwundes durch vermehrten Druck und der Knochenneubildung durch Druckentlastung« – »Functionelle Pathogenese und functionelle Orthopädie der [1871] Deformitäten, insbesondere des Klumpfusses, Genu valgum und der Scoliose bezw. Etappenverbände« – »Lehre von der Heilung der Knochenbrüche« – »Redressement des Buckels bei Spondylitis« – »Unblutige Einrenkung der angeborenen Hüftverrenkung« – »Trophische Störungen bei primärer Gelenksaffection« – »Operation der Hasenscharten und der Gaumenspalten, insbes. frühzeitige Gaumenspaltoperation« – »Rhinoplastik mittels eines ohne Umklappen herabgezogenen Hautknochenlappens« – »Schultergelenks-Arthrodese« – »Arthrolyse bei Ellenbogengelenks-Ankylose« – »Kniegelenks-Arthrectomien bei neuropathischer Gelenkserkrankung« – »Hüftgelenks-Resection« – »Kropfexstirpation, insbesondere über das spätere Verhalten der nicht exstirp. Kropftheile bei partieller Exstirpation und halbseitige Exstirpation bei Morbus Basedowii« – »Operationen bei herabhängendem Kopf des Kranken« – »Totale Kehlkopfexstirpationen, Pseudostimme und Verbesserungen am künstlichen Kehlkopf« – »Angeborene Flughautbildung« – »Behandlung der Patellarbrüche« »Sclerodermie« – »Lumbalhernien« – »Willkürliche Kniegelenksluxation« – »Überdachen grosser Defecte«.

Quelle:
Pagel: Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts. Berlin, Wien 1901, Sp. 1871-1872.
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