Besserung

1. An dem keine Besserung ist zu hoffen, dem gibt Gott wie Judas den fetten Bissen. – Eiselein, 71.


2. Besserung ist niemand verboten. – Simrock, 965.


3. Lange keine Besserung, lange keine Linderung. – Sutor, 858.


4. Wer Besserung aufs Alter spart, hat seine Sach' gar schlecht verwahrt. – Henisch, 319; Pred. Sal. 18, 22; Schulze, 155; Simrock, 966; Körte, 549.

Lat.: Ne verearis usque ad mortem justificari.


[Zusätze und Ergänzungen]

5. Besser späte Besserung als keine.

It.: Tardi emendarsi è meglio che giammai. (Pazzaglia, 108, 2.)


6. Die Besserung nimmt die Frau mit dem Kinde, und das Kind mit der Frau. – Graf, 165, 154.

Das Strafgeld, das für Verstümmelung oder Tödtung des Mannes zu erlegen ist, gehört der Frau und dem Kinde desselben zu gleichen Theilen.

Mhd.: Dy bezzerunge nemt dy vrouwe mit deme kinde. (Wöstemann, Mittheilungen, I, 3, 34.)


7. Gute Besserung hat schon ma'ch Leut gholfe. (Ulm.)


Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 1. Leipzig 1867.
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