Gelüsten

1. Es müst einem sehr gelusten, das er ein alte Küst, do er ein Jungfraw wüste. – Lehmann, 143, 54.


2. Es must mich gelusten, das ich einen alten kust, wenn ich einen jungen wust. – Henisch, 59, 47; Petri, III, 6.


3. Wen es gelüst, der greifft einer Saw vmb ein handt vol feist in hindern. – Lehmann, 145, 71; Eiselein, 224.


*4. Er gelüstet nach Prügeln und schreit, wenn er sie kriegt.

Aehnlich sagt man in Aegypten: Es gelüstet ihn nach Krieg und er scheut das Treffen. (Burckhardt, 766.)


*5. Es gelüstet ihn, Schneeflocken zu kosten. (Lit.)

Von einem, der unnützen Appetit hat.


*6. Es gelüstet ihn, wie die Geiss nach Pfeffer.


[1541]

Keinem gelüstet es, sein Haar zum Raufen herzugeben. – Simrock, 4160.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 5. Leipzig 1880, Sp. 1328.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika