Kante (Margo, Ora, Rand, Ecke)

Kante (Margo, Ora, Rand, Ecke).


1. Je schärfer die Kanten, je grösser die Funken.


2. 'T hang't in d' Kant' as't Hilgenland. – Kern, 38.

Mit Bezug auf die schräge Oberfläche des Felseneilands Helgoland.


*3. Dat stêt so up de Kante. – Dähnert, 217a.

Es kann leicht herunterfallen.


*4. Einen an die scharfe Kante kriegen. – Frischbier2, 1883.

Ihn zur Entscheidung zwingen.


*5. Es is mit em up de Kant. – Richey, 108; Schütze, II, 222; Dähnert, 217a.

Es geht mit ihm auf die Neige, seine Umstände sind mislich.

Lat.: Ad extrema redactus est.


*6. Gâ an de Kante. – Dähnert, 217a.

Geh deine Wege.


*7. He will 't up allen Kanten wôren. – Dähnert, 217a.

Er will es an allen Orten wahrnehmen.


[1131] *8. Sik in de Kante sett'n. – Eichwald, 946.


*9. Up de Kant sett'n. (Altmark.) – Danneil, 95.

Etwas erübrigen, zurücklegen. Bei Dähnert (217a) heisst es: In de Kant setten = im Winkel verwahren, Geld aufheben.


*10. Up städ1 sünd Kanten Mod. (Pommern.)

1) Auf der Stelle, wird nicht blos räumlich, sondern auch als Umstand der Zeit gebraucht. – Jetzt sind Kanten Mode, wobei zu ergänzen: ich verbitte mir also die »Spitzen«.


*11. Vun'r nauen Kante wes'n. – Eichwald, 945.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 2. Leipzig 1870, Sp. 1131-1132.
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