Mars

1. Der gewaffnete Mars schadet nit so viel als die blosse Venus.

Lat.: Pacem cum hominibus, bellum cum vitijs habe. (Sutor, 46.)


[469] 2. Mars hin, Mars her, Mors gilt noch mehr. – Parömiakon, 2904.

Von der Macht des Todes.


3. Mars ist ein Ketzer, er hält nicht viel von guten Werken. – Sailer, 232.

»Dies Sprichwort«, bemerkt Sailer, »schreibt sich offenbar aus den Zeiten der Reformation her und deutet unzweideutig auf den Streit über Glauben und gute Werke; und sein Erfinder war ohne Zweifel einer von denen, die für die sogenannten guten Werke (Wallfahrten, Fasten u. dgl.) stritten.«


4. Wo Mars das Wetter macht, verdirbt das Glück. – Parömiakon, 2564.


5. Wo Mars einzieht, zieht das Glück aus. – Parömiakon, 2562.


6. Wo sich Mars niedersetzt, da steht das Glück auf. – Parömiakon, 1110.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3. Leipzig 1873, Sp. 469-470.
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