Wo

1. Dat ward doch noch wûr (wo, irgendwo) sîn, säd' de Jung, achter îs ôk noch 'n Loch. – Hoefer, 547.


2. Von wo bist du? Vom Zonsker Rohrbrîk, wo dei Kiwitt de Bolle dodt stett? (Rheden.) – Frischbier, 4089.

Es ist der grosse ksionsker Rohrbruch im Kreis Strassburg gemeint.


3. Von wo bist du? Von Bosnow, wo sei de Ascheplatz öm Giewel (Giebel) backe? – Frischbier, 4090.

Burstinowo im Amte Rheden.


4. Von wo bist du? Von Jerrentowitz, wo sei dei grote Kulken kaken vom halwen Schêpel drei? (Rheden.) – Frischbier, 4091.

Die Gefoppten geben zur Antwort: Wir kochen nicht vom halben Scheffel, sondern vom Mehl Keilchen.


5. Wa? Hasch 's am Zah, putz d' Nase dra. – Sutermeister, 9.

In der Schweiz scherzhafte Antwort auf die Frage: wo? Eine andere Antwort auf diese Frage ist: »Bim Sant Antoni von Padua, suech mer, was i verlore ha.« Auch folgende sprichwörtliche Redensarten hat man in der Schweiz als Antwort auf die obige Frage: Drei Stond hönder Gotterbarm. Z' Bümplitz uf der Pelzmüli. Z' Tripstrill, wo d' Gäns Hoorseckel trage. Wo ist der ferndrig (vorjährige) Schnee? (Sutermeister, 10.)

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 5. Leipzig 1880, Sp. 327.
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