Nomaden

[297] Nomaden werden Völker und Stämme genannt, welche ohne feste Wohnsitze aus einer Gegend in die andere ziehen, um frische Weiden für ihre Heerden zu suchen, wenn sie Viehzucht treiben, oder in ein mehr Beute gebendes Jagdrevier zu kommen, als das bisherige noch liefert, wenn sie von der Jagd hauptsächlich leben. Man gibt daher solchen umherziehenden Völkerschaften auch die Namen von Hirten- und Jägervölkern, und das nördl. und mittlere Asien, das nördl. Afrika, sowie mehre Theile von Amerika haben deren noch in Menge aufzuweisen, die mit Verachtung auf ein festes Haus blicken und es für ein Gefängniß erklären.

Quelle:
Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 3. Leipzig 1839., S. 297.
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