Gekrönter Dichter

[657] Gekrönter Dichter (lat. poēta laureātus). Die altgriech. Sitte, Dichter bei den musischen Wettstreiten feierlich zu bekränzen, verpflanzte sich auch zu den Römern und wurde von den röm.-deutschen Kaisern nachgeahmt und im 13. Jahrh. in Italien erneuert. Deutschlands berühmteste gekrönte Dichter sind Konr. Celtis, Hutten, Sabinus, Stigelius, Frischlin und Opitz. In England wird der Titel Poet-Laureate vom König verliehen (1850 nach Wordsworths Tode an Tennyson, 1896 an Austin). – Vgl. Wright, »Poets-Laureate« (1896).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 657.
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