Schwere

[304] Schwere ist eine allgemeine Eigenschaft der Körper, beruht auf der Gravitationskraft, die ein Specialfall der gegenseitigen Anziehung der Körper ist. Nach CAMPANELLA beruht die Schwere auf einer »propensio« der Dinge zu ihrem »proprium bonum«, auf einem Streben zu verwandten Körpern hin oder von entgegengesetzten Körpern weg (Univ. philos. II, sct. 3, 5). Die neue Theorie der Schwere begründet NEWTON. »Oritur utique haec vis a causa aliqua, quae penetrat ad usque centra solis et planetarum, sine virtutis diminutione« (Nat. philos.) Auf die Bewegung eines Fluidums führt die Schwere LEIBNIZ zurück (5. Br. a. Clarke). SCHELLING, STEFFENS, ESCHENMAYER, HEGEL, SCHOPENHAUER u.a. bestimmen die Schwere metaphysisch. – Nach OSTWALD ist die Schwereenergie eine Art der Distanzenergie (Vorles. üb. Naturphilos.2, S. 194).

Quelle:
Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 2. Berlin 1904, S. 304.
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