Gluck

[95] Gluck, Joh. Christoph von, einer der größten Componisten und Gründer der ernsten dramat. Opernmusik, geb. 1714 in der Oberpfalz, bildete sich in Prag, später in Italien unter Martini, componirte zuerst im damals herrschenden leichten italien. Style, so 45 Opern in 18 Jahren. Unbefriedigt trotz des großen Beifalls begann er nach seiner Rückkehr nach Deutschland in Wien jene neue Richtung. Seine ersten Werke sind die Opern »Alceste«, »Orpheus« u. »Helena und Paris«, von 1762–69 in Wien geschrieben. Noch höher stieg sein Ruhm durch seine späteren Werke, zunächst die Oper »Iphigenie« (nach Racine), die er für Paris schrieb. Der Erfolg war der glänzendste Sieg über seine italien. Gegner, die Piccinisten, die Oper wurde 170mal in 2 Jahren gegeben. Mit gleicher Begeisterung wurden, »Orpheus« und »Alceste« aufgenommen, ferner »Armide«, noch mehr seine beiden letzten Meisterwerke »Iphigenie in Tauris« 1779 und »Echo und Narciß«. 1787 kehrte er nach Deutschland zurück und st. noch in demselben Jahre zu Wien.

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Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1855, Band 3, S. 95.
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