Spitzen

[291] Spitzen, seine, bandartige Gewebe aus Leinen, Baumwolle, Seide, wohl auch aus Gold- u. Silberfäden, haben einen Grund mit offenen Maschen u. in diesem ein Muster, das bei den geklöppelten durch eine eigene Zusammensetzung der Maschen, bei den andern durch Nähen hervorgebracht wird. Der Werth bestimmt sich nach der Feinheit u. Breite des Stoffes, noch mehr aber nach dem Muster, den Zäckchen etc. Die besten genähten S. (points) liefert Belgien, die heften geklöppelten (dentelles) das Erzgebirge; genähte seidene S. heißen Blonden.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1857, Band 5, S. 291.
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