R. R , r , der siebzehnte Buchstabe des latein. Alphabets (littera R, Donat. Ter. Andr. 3, 4, 18, R littera, Pompon. de orig. iur. § 36 Osann), entsprechend dem griech. Ρ (ῥῶ), jedoch mit Wegfall der Aspiration, daher man in frühester ...
1. Drei R Gott allein geziemen: Rächen , Richten , Rühmen . – Petri, II, 154; Henisch, 1712, 49; Simrock, 8044; Schottel, 1141 b ; Sailer, 382. In Ottow's Ms. heisst es: »Drey R R R gebüren Gott allein: Rum, Rach, Richter ich mein ...
Ρ, ρ, ῥῶ , siebzehnter Buchstabe des griechischen Alphabets, als Zahlzeichen ρ' = 100 ,ρ = 100000. Nach Plat. Crat . 426 c ist ῥῶ ὥςπερ ὄργανον πάσης τῆς κινήσεως , 434 d τῇ φορᾷ καὶ κινήσει καὶ σκληρότητι ἔοικεν . – Es hat im Anfange des ...
Rā , indecl. (Ῥα), Fluß im asiatischen Sarmatien, j. die Wolga, bes. erwähnt wegen der an den Ufern wachsenden Wurzel Rapontik (Rhabarber), Amm. 22, 8, 28.
ῥά , enkl. Partikel, ep. statt ἄρα , w. m. s.; oft bei Hom.; Pind. Ol . 7, 59 P . 4, 57 I. 6, 3 u. öfter; ἦ ῥ' ἀΐει , Aesch. Pers . 625, wie Soph. Ai . 172; das einzige nicht auf ε endende ...
ῥᾴ , p. statt ῥᾴδιον , zu dem es die alte einfache Form ist, wird von Strab . 8, 5, 3 u. von Gramm . aus Soph. (frg . 932) u. Ion angeführt; vgl. Apoll. Dysc. de adv. p . 566, dcr auch aus Alem . ein ...
ῥᾶ , τό , die Wurzel ciner Pflanze aus dem Geschlechte Rheum , in welches unser Rhabarber gehört, Diosc.; nach einem Fluß in Pontus benannt, Amm. Marcell . 22, 8, dah. rha Ponticum .
ῥᾳ-θῡμέω , leichtsinnig, nachlässig, sorglos sein, dem Vergnügen, der Liebe ergeben sein, in B. A . 300 erkl. τὸ ἀργεῖν ἢ κατατρυφᾶν ἢ τοῖς ἀφροδισίοις σχολάζειν ; auch in gutem Sinne, sorglos sein, Plat. Legg . X, 903 b ...
ῥᾳ-θῡμία , ἡ , Leichtsinn, Nachlässigkeit, Sorglosigkeit; Eur. Med . 218 Cycl . 202; πολλὴ λόγου ῥᾳϑ ., Plat. Phaed . 99 b; ἐκ ῥᾳϑυμίας , Legg . VI, 779 a; auch Vergnügungssucht, Zerstreuung; Thuc . setzt ῥᾳϑυμία μᾶλλον ἢ πόνων μελέτη gegenüber, 2 ...
ῥᾳ-θῡμο-ποιός , leichtsinnig, nachlässig, träg, sorglos machend, Sp .
ῥᾴ-θῡμος , von leichtem Herzen, Gemüth, leichtsinnig , nachlässig, sorglos; Soph. El . 946; dem Vergnügen ergeben, Plat. Theaet . 166 a u. öfter; ἄφϑονον καὶ ῥᾴϑυμον αὑτοῖς κατεστήσαντο τὸν βίον , Isocr . 4, 108; καὶ ὀλιγωρός , Pol . 5, 34 ...
1. Raatje is dod. ( Holst. ) – Schütze , III, 267. Es fehlt an Rath , Ueberlegung , der Rath ist fort, es geht zu viel auf. Ratj erscheint in der holsteinischen Mundart personificirt. *2. Ik will Raatje mal fragen. – Schütze , III, 267. Ich will's ...
ῥαβάσσω , att. -ττω , auch ἀραβάσσω u. ἀῤῥαβάσσω, = ῥάσσω, ἀράσσω , lärmen, VLL., bes. durch Klopfen, Schlagen, Tanzen, Takttreten u. dgl., niederdeutsch »rabastern«.
R. Rabatten , die, antes, ium, m.
Rabbi (s. ⇒ Ruw). 1. A fetter Ruw ( Rabbiner ) ün a mugerer Gallech ( Pfaffe ) taugen nit. ( Jüd.-deutsch. Warschau. ) 2. Bi der Rewi esst nix Grünes , es muss belese sein. – Tendlau, 329. Spottweise vom Frömmler, besonders in Bezug auf den Umgang mit ...
Rabbi, Rabbiner , rabbi; magister Iudaicus.
1. Ein fetter Rabbiner und ein magerer Prälat taugen beide nicht viel. Vom Rabbiner wurde nicht nur Entsagung gefordert, man setzte auch infolge seines Studiums Mangel an Wohlbeleibtheit voraus. Die Prälaten dagegen haben nie in dem Rufe gestanden, sich mager zu ...
1. A Rebbizin hot a korz Ohjer (Ohr) ün a lange Hand . ( Jüd.-deutsch. Warschau. ) Es wird in dem Sprichwort behauptet, die Rabbinerin höre die Parteien nicht und nehme gern Geschenke , wie es auch wol andere Beamtenfrauen thun, die keine Rabbinerinnen ...
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